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Heimathaus Chieming

Chieming, das ja dem Chiemsee und dem Chiemgau seinen Namen gegeben hat, begründet sich vermutlich auf einen bajuwarischen Stammeshäuptling namens "Chiemo" oder "Chimi" und kann auf eine lange Siedlungsgeschichte zurückblicken. Die günstige Lage am See mit seinem Fischreichtum und hoch gelegenen Ackerflächen, Wiesen und Wäldern lieferte schon seit der Steinzeit eine gute Nahrungsgrundlage.
Die ältesten Zeugnisse aus der Bronzezeit sind Bronzebarren (Ösenringkragen), die zum Weiterverarbeiten von Werkzeugen und Waffen dienten. Auch aus der Römerzeit sind noch viele Funde erhalten, die von Gutshöfen entlang der Römerstraße von Salzburg nach Augsburg stammen: Münzen, Schmuck oder Bruchstücke von Tafelgeschirr (Terra Sigilata). Am eindrucksvollsten sind drei röm. Weihesteine, die in der Glockenstube der Pfarrkirche eingemauert sind.

Fundmeldungen berichten von ursprünglich 10 Römersteinen, die beim Kirchenbau im Jahre 1888 und anderen Ausgrabungen gefunden wurden. Die noch vorhandenen drei Weihesteine tragen die Inschriften des Wassergottes "Bedaius", der erhabenen Alaunen und die Namen der römischen Verwaltungsbeamten, die damals in Salzburg (Juvavum) residierten. Sie stammen aus den Jahren 209, 225 und 241 n. Christus.

In den Kammern des Heimathauses kann man die Wohnkultur um 1920, sowie die Ausstellung "Vom Flachs zum Leinen" besichtigen. Dies alles kann bei den im Sommer stattfindenden Dorfführungen betrachtet werden.

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