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Museum Klaushäusl

Das "Klaushäusl" genannte Ensemble ist die einzige noch vollständig erhaltene Pumpstation der historischen Soleleitung vom Salzbergwerk in Berchtesgaden nach Rosenheim, die von 1810 bis 1958 in Betrieb war. Die Marktgemeinde Grassau hat das schon stark verfallene Baudenkmal restauriert und 1995 als Museum der Öffentlichkeit zugänglich gemacht. Seit 2004 wurde zusätzlich ein Moormuseum eingerichtet, das sich dem in der Nähe gelegenen Hochmoor "Kendlmühlfilzn" (Naturschutzgebiet) widmet.
Das "Weiße Gold" = Salz war in vergangenen Jahrhunderten unabdingbar zur Konservierung von Nahrungsmitteln und deshalb sehr wertvoll. Ganze Fürstentümer wie z.B. Salzburg gewannen ihren Reichtum durch den Abbau von Salz und aus dem Handel mit diesem begehrten Lebensmittel.

In Berchtesgaden wurde das Salz mit Hilfe von Wasser aus dem Berg gelöst. Die Sole wurde dann in Reichenhall in der sog. Saline erhitzt: Das Wasser verdampfte, das Salz blieb zurück. Einziges Brennmaterial war damals das Holz, weshalb sehr bald um Reichenhall die Wälder ausgebeutet waren. Deshalb wurde die Saline nach Traunstein und anschließend nach Rosenheim verlegt, wo Torf als Brennmaterial zur Verfügung stand. Die Sole musste also in Rohren über Berg und Tal zur Saline geleitet werden - eine technische Meisterleistung - denn damals stand nur Wasserkraft als Antriebskraft zur Verfügung! Wie dieses Problem gelöst wurde, wird im Museum "Klaushäusl" sehr anschaulich gezeigt.

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