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Römermuseum Bedaium

Die Ausstellung vermittelt ein eindrucksvolles Bild von den Lebensbedingungen und -Gewohnheiten der einheimischen Bevölkerung des Alpenvorlandes unter römischer Herrschaft.

Der Brückenplatz Seebruck  blickt  auf eine mehrtausendjährige Siedlungsges

chichte zurück. Sein wechselvoller Werdegang  bis zum heute begehrten Ferien- und Freizeitziel erscheint nahezu l

ückenlos erschlossen. Fast ein Jahrhundert kontinuierlicher Bodenforschung legte ein faszinierendes Bild der Vergangenheit frei. Im neuen Römermuseum Bedaium findet dies der Besucher in überschaubarer, interessanter und wissenschaftlich untermauerter Form dargestellt.

Vorzüglich gestaltete Bildtafeln, Grafiken und ausgewählte Exponate, vermitteln im Erdgeschoss des Hauses  eine Einstimmung in das museale Anliegen. In hellen Ausstellungsräumen  werden in 18 modernen Schauvitrinen, verschiedene Teilaspekte behandelt. So wird mit Hilfe von weit mehr als 500 Exponaten ein historischer Bogen aufgeschlagen, der von lokalen Zeugnissen der Vorgeschichte, der Stein- und Bronzezeit und der Zeit der frühen Kelten bis hin zum Auftauchen erster römischer Funde reicht. Hier schließen sich Zeugnisse aus einem halben Jahrtausend norisch-keltischer Dorfgemeinschaft und römischer Benefiziarstation  an, bis sich die Frühgeschichte mit Spuren einer Ansiedlung erster Bajuwaren ankündigt.

Aus dem römischen "Bedaium" wurde ein frühchristliches "Pontena" und schließlich ein mittelalterlich baierisches "Prucca" als Vorläufer des heutigen Seebruck.

Ein besonderer Reiz des Seebrucker Museums liegt darin, dass es sich - ,mit seiner Taverna - im Kernstück des Ortes, zwischen Kirche und Rathaus befindet und so den Mittelpunkt eines noblen Rahmens bildet.

Im Freigelände, unmittelbar  vor dem Museum, sind römische Spolien aus dem 2. und 3. Jahrhundert n. Chr. aufgestellt. Dahinter wurde ein 9 Meter langes Teilstück der 1,60 Meter dicken Ummauerung des spätantiken Kastells freigelegt und restauriert.
Nur 100 Meter weiter westlich, ebenfalls an der Römerstraße, bietet sich dem Besucher ein zweites Freilandobjekt. Es handelt sich um ein jederzeit zugängliches Musterbeispiel Seebrucker Bodenforschung. Art und Beschaffenheit des  hier geschickt konservierten Gebäuderestes, einer Hypocaustanlage aus zwei verschiedenen Bauperioden, lassen auf eine "Darre" schließen, auf eine wohl gewerblich betriebene Räucheranlage für Fisch und Fleisch. Auch durch ihre Lage am ehemaligen Seeufer unweit  einer zuvor schon freigelegten Bootslände aus römischer Zeit (Großaufnahmen und Originale befinden sich im Museum) lässt sich diese wissenschaftliche  Interpretation untermauern.

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